Öko-Test warnt vor Haarsprays: Diese zwei bekannten Marken fallen wegen bedenklichem Moschusduft durch

Eine Frau sprüht Haarspray auf ihre Haare.

Haarspray ist für viele unverzichtbar, doch ein aktueller Test von Öko-Test zeigt: Nicht alles, was glänzt, ist gesund. Die Experten untersuchten 29 Produkte auf allergieauslösende Stoffe, Moschusverbindungen und weitere kritische Inhaltsstoffe. Zwei bekannte Marken fielen dabei durch.

Günstige Preise, gute Ergebnisse

Die Preisspanne der getesteten Sprays reicht von 0,93 Euro bis zu 16,58 Euro für 250 Milliliter. Erfreulich: Wer beim Discounter einkauft, muss keine Kompromisse bei der Qualität eingehen.

Das Cien Haarspray classic, stark (Lidl) und das Lacura Haarspray Volumen, ultra starker Halt (Aldi Nord) überzeugten im Test mit dem Urteil „gut“. Beide kosten lediglich 0,93 Euro pro 250 Milliliter.

Der Testsieger im Überblick

Insgesamt schnitten 23 von 26 konventionellen Produkten mit „gut“ ab. Als einziges Haarspray im Test sicherte sich das Alterra Volumen-Haarspray BioPapaya von Rossmann (4,15 Euro) das Gesamturteil „sehr gut“.

Naturkosmetik-Produkte schnitten bei den Inhaltsstoffen durchweg positiv ab. Ein Hinweis für Veganer: Zwei der getesteten Naturkosmetik-Produkte enthalten Schellack, ein Harz, das von Schildläusen gewonnen wird.

Moschusduft führt zu „mangelhaft“

Zwei Produkte fielen mit der Note „mangelhaft“ durch: das L’Oréal Studio Line spurenlos FX Styling Spray sowie das Pantene Pro-V perfect volume Haarspray. Der Grund: Das Labor wies den synthetischen Moschusduft Galaxolid nach.

  • Gesundheitsrisiko: Galaxolid reichert sich im Körperfett an und wurde bereits in Muttermilch nachgewiesen.
  • Umweltbelastung: Der Stoff ist schwer abbaubar und gilt als hochgiftig für Wasserorganismen.
  • Regulierung: Die Nationale Agentur für Lebensmittel-, Umwelt- und Arbeitsschutzsicherheit stufte Galaxolid Anfang 2025 als wahrscheinlich krebserregend ein. Ein Verbot wird derzeit diskutiert.

Aktuell darf der Stoff noch unter dem Sammelbegriff „Parfum“ deklariert werden. Durch eine neue EU-Duftstoffregulierung müssen Hersteller die Substanz künftig namentlich als „Hexamethylindanopyran“ ausweisen. Eine Übergangsfrist für den Abverkauf läuft noch bis Ende Juli 2028.

PEG-Derivate als weiteres Problem

Neben Moschusduft bemängelten die Tester in fünf weiteren Produkten PEG-Verbindungen. Diese können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. Da Haarspray direkt auf die Kopfhaut gelangt und dort bis zur nächsten Haarwäsche verbleibt, stufen die Experten dies als bedenklich ein.

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