Großer Test: Wie gut waschen gängige Pulver wirklich?
In seiner Ausgabe 3/2026 hat das Verbrauchermagazin Öko-Test insgesamt 28 Vollwaschmittelpulver unter die Lupe genommen. Untersucht wurden sowohl die Reinigungsleistung bei Flecken wie Rotwein, Ketchup und Make-up als auch die ökologische Zusammensetzung der Inhaltsstoffe.
Reinigungsleistung meist solide
Die gute Nachricht vorab: Viele Waschmittel halten, was sie versprechen. 17 der 28 getesteten Produkte erreichten bei der reinen Reinigungsleistung die Note „sehr gut“. Zehn weitere Waschmittel schnitten mit „gut“ ab. Der Großteil der getesteten Pulver konnte die hartnäckigen Testflecken erfolgreich entfernen.
Kritik an problematischen Inhaltsstoffen
Die ökologische Bilanz fällt hingegen deutlich schlechter aus. In allen konventionellen Waschmitteln wurden Phosphonate nachgewiesen. Diese dienen als Wasserenthärter, sind jedoch biologisch schwer abbaubar.
Zudem enthalten etwa zwei Drittel der Produkte schwer abbaubare Tenside, die sich in Klärschlämmen anreichern und in Böden gelangen können. Auch optische Aufheller, die lediglich die Illusion von strahlendem Weiß erzeugen, ohne die Wäsche sauberer zu machen, fanden die Tester in allen konventionellen Mitteln sowie in über 60 Prozent der Produkte mit Öko-Auslobung.

Everdrop ist der einzige Testsieger
Betrachtet man Reinigungsleistung und Inhaltsstoffe zusammen, bleibt nur ein Gewinner übrig: Das Vollwaschmittel von „Everdrop“ ist das einzige Produkt, das die Gesamtnote „sehr gut“ erhält.
Markenprodukte landen im hinteren Feld
Sechs Waschmittel, darunter das Pulver von „Frosch“ und das „Ecofreude-Vollwaschmittel“ von Rossmann, erreichten die Note „gut“. 15 Produkte wurden mit „befriedigend“ bewertet.
Das Schlusslicht bilden sechs Waschmittel mit der Note „ausreichend“. Darunter befinden sich bekannte Markenprodukte wie Ariel, Lenor und Persil. Grund für die schlechte Platzierung ist in diesen Fällen der hohe Anteil an umweltschädlichen Inhaltsstoffen.
