Ramy Bensebaini nach seinem Platzverweis im Supercup gegen den FC Bayern.
Die 90. Minute des Supercups am 23. August gegen den FC Bayern markierte einen bitteren Tiefpunkt für Ramy Bensebaini. Nach der 1:2-Niederlage von Borussia Dortmund stellt sich nun die drängende Frage: Welche Konsequenzen hat der Platzverweis für den algerischen Verteidiger?
Droht eine Sperre im DFB-Pokal?
Die Rechtslage ist komplex. Während bei Gelb-Roten Karten die Bundesliga-Spielordnung (SpOL) eindeutig ist – der Spieler ist automatisch für das nächste DFB-Pokalspiel gesperrt –, sieht es bei einer glatten Roten Karte anders aus.
In diesem Fall entscheidet das Sportgericht des DFB über das konkrete Strafmaß. Obwohl die Meisterschaft von dieser Sperre unberührt bleibt, gilt ein Ausfall für den DFB-Pokal als wahrscheinlich. Bensebaini muss nun auf das offizielle Urteil warten.
Droht ein längerer Ausfall?
Sollte das Sportgericht ein hartes Urteil fällen, könnte die Sperre über das nächste Pflichtspiel hinausgehen. Ein Präzedenzfall aus dem Vorjahr zeigt, dass dies durchaus möglich ist: Bayer Leverkusens Martin Terrier wurde nach einer Roten Karte im Supercup 2024 für zwei Partien im DFB-Pokal gesperrt.
Der BVB und Bensebaini müssen nun abwarten, ob die Sperre lediglich das Erstrundenduell gegen den Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Club (HEBC) betrifft oder den 31-Jährigen länger zum Zuschauen zwingt.
Ein gebrauchter Abend für Bensebaini
Sportlich verlief die Partie für Bensebaini enttäuschend. In der Einzelkritik erhielt er die Note 5,5 und war damit der schwächste Dortmunder auf dem Platz. Neben einem unglücklichen Auftritt beim 0:2-Gegentreffer nach einem Ballverlust von Mitspieler Jobe Bellingham, stand der Verteidiger sinnbildlich für die Defensive der Borussia.
Besonders brisant: Der Spieler hatte nach einem Zusammenprall signalisiert, ausgewechselt werden zu wollen. Da der BVB jedoch bereits das gesamte Wechselkontingent ausgeschöpft hatte, musste er auf dem Feld bleiben – bis sein Einsatz mit der Roten Karte endete.

