Die Deutschen sind im europäischen Vergleich die diszipliniertesten Sparer. Das geht aus dem aktuellen „Savings Vitality Index“ von Crédit Agricole hervor, in dem Deutschland mit 56 von 100 möglichen Punkten den ersten Platz belegt.
Die Zahlen hinter dem Spitzenplatz sind beachtlich: Die durchschnittliche monatliche Sparrate liegt bei 733 Euro. Beim gesamten Sparvermögen kommen die Befragten im Schnitt auf 129.818 Euro – ein Wert, der deutlich über dem EU-Durchschnitt von 85.055 Euro liegt.
Sicherheit schlägt Rendite
Was treibt die Deutschen beim Sparen an? Die Prioritäten sind klar verteilt, wobei der Sicherheitsaspekt dominiert.
Die Beweggründe heute:
- Sicherheitsnetz: 38 Prozent sparen primär, um für unvorhergesehene Ereignisse gewappnet zu sein.
- Langfristige Projekte: 29 Prozent fokussieren sich auf den Ruhestand, finanzielle Unabhängigkeit oder die Unterstützung der Kinder.
Der Blick in die Zukunft (in zehn Jahren):
- Langfristige Projekte: 32 Prozent sehen darin dann ihr Hauptmotiv.
- Sicherheitsnetz: 25 Prozent halten den Notgroschen auch langfristig für die Priorität.
Symbolische Darstellung von Krypto-Assets im Rahmen der privaten Vermögensbildung.
Krypto als Teil des Portfolios
Neben dem klassischen Sparen gewinnt ein modernerer Anlagebereich an Bedeutung. Laut der Auswertung besitzen 24 Prozent der deutschen Sparer Kryptowährungen. Damit liegt Deutschland deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 14 Prozent.

Die Datenerhebung basierte auf einer Befragung von 1.000 deutschen Teilnehmern im Zeitraum vom 18. bis zum 24. März.
Generationenunterschiede bei der Anlagestrategie
Der Trend zu Krypto-Assets folgt einer klaren demografischen Linie. Daten des Statista Global Consumer Survey bestätigen, dass insbesondere die Generation Z und Millennials eine hohe Affinität zu digitalen Währungen zeigen.
Während bei jüngeren Anlegern digitale Anlagen bereits zum Finanzmix gehören, ist das Interesse bei der Generation X und den Babyboomern deutlich geringer ausgeprägt. Trotz der Popularität mahnen Experten zur Vorsicht: Kryptowährungen wie Bitcoin unterliegen starken Kursschwankungen und werden dezentral gehandelt.
Für eine solide finanzielle Basis bleibt Krypto daher oft nur eine spekulative Ergänzung, die einen breit gestreuten und langfristig geplanten Vermögensaufbau nicht ersetzen kann.

