Wir surfen per WLAN oder 5G, doch das moderne Internet ist in Wahrheit ein gigantisches Konstrukt aus Glasfaserkabeln. Damit der globale Datenverkehr funktioniert, liegen derzeit rund 600 Unterseekabel auf den Böden unserer Weltmeere.
Die Submarine Cable Map macht dieses unsichtbare Netzwerk sichtbar. Diese interaktive Karte listet mehr als 500 aktive Kommunikationsverbindungen auf und integriert zudem geplante Projekte. Öffentliche Kommunikationssysteme werden hier lückenlos erfasst, während rein militärische Netze, Forschungsleitungen oder reine Stromkabel aus der Darstellung ausgeschlossen sind.
Verfolgung von Beschädigungen und Datenrouten
Detaillierte Darstellung von Unterseekabeln in der interaktiven Web-Anwendung.
Die Karte ist mehr als nur ein technisches Schaubild: Bei aktuellen Störungen lassen sich beschädigte Verbindungen präzise identifizieren. Nutzer können nach Betreibern, Standorten oder spezifischen Kabelnamen filtern – so lässt sich beispielsweise genau nachvollziehen, welche Glasfaserleitungen an deutschen Küsten anlanden.
Technische Daten auf einen Klick
Die Seitenleiste der Anwendung bietet tiefergehende Details zu einzelnen Unterseekabeln.
Wählen Sie ein Kabel auf der Karte aus, öffnet sich eine Seitenleiste mit technischen Details. Dazu gehören das Installationsjahr, die Gesamtlänge sowie der verantwortliche Betreiber. Oft finden sich dort auch weiterführende Links zu den Systemen.

Die Karte offenbart zudem, warum das Internet so resilient ist: Parallele Kabelstränge und alternative Routen sind der Standard. Fällt ein Kabel aus, kann der Datenverkehr in vielen Fällen umgeleitet werden, um Ausfälle für Endnutzer zu minimieren.
Übrigens: Satellitenlösungen wie Starlink oder Amazon Kuiper sind aktuell keine echte Konkurrenz für das Seekabel-Netz. Selbst die Kapazitäten sämtlicher Satelliten-Konstellationen zusammen erreichen weniger als zehn Prozent der Bandbreite eines einzigen modernen Unterseekabels.


