Eine ausrangierte Boeing 747, die in Schweden als Hotel genutzt wird.
Die „Königin der Lüfte“ zieht sich zurück. Einst das Symbol für das goldene Zeitalter der Luftfahrt und die Demokratisierung des Reisens, wird die Boeing 747 heute zunehmend durch effizientere zweistrahlige Großraumflugzeuge wie die Boeing 787 oder den Airbus A350 ersetzt.
Während viele dieser ikonischen Vierstrahler auf Flugzeugfriedhöfen in der Wüste zerlegt werden, haben einige Exemplare eine bemerkenswerte zweite Karriere gestartet. Ganz ohne Flugticket können Luftfahrtbegeisterte die Maschinen heute an ungewöhnlichen Orten erleben.
Vom Flugbetrieb in die Nachnutzung
Die Boeing 747 revolutionierte in den 1970er-Jahren die Branche durch ihre doppelstöckige Kabine und ermöglichte erschwinglichere Tickets für die breite Masse. Heute fliegen nur noch wenige Fluggesellschaften wie Lufthansa oder Korean Air den Jumbojet.
Wo das Ende des Linienbetriebs den Schrotthandel einläutete, haben kreative Köpfe alternative Verwendungen gefunden. Von Europa bis zum Nahen Osten gibt es derzeit sechs beeindruckende Beispiele für die Umnutzung dieser Giganten.

Menschen bei einer Veranstaltung in einer ehemaligen Boeing 747.
Party, Museum und künstliches Riff
In England wurde eine 747 in eine Party-Location verwandelt, während Delta Air Lines ein ausgemustertes Modell für museale Zwecke bewahrt. Besonders spektakulär ist das Projekt vor Bahrain: Hier dient ein Jumbojet als künstliches Riff unter Wasser und ist damit zu einem Ziel für Taucher geworden.
Besucher bei der Erkundung des Innenraums einer Delta Boeing 747.
In Las Vegas planen Betreiber, eine 747 in ein Erlebnisgastronomie-Konzept zu integrieren. In Schweden wiederum ist die Umnutzung bereits Realität: Ein ehemaliger Passagierjet bietet dort Übernachtungsmöglichkeiten, bei denen Gäste direkt im Cockpit residieren können.
Eine vor der Küste von Bahrain versunkene Boeing 747.
Technik unter neuer Flagge
Nicht jeder Jumbojet landet in der Freizeitbranche. GE Aerospace nutzt eine Boeing 747 weiterhin als fliegendes Labor, um neue Triebwerkstechnologien in der Luft zu testen. Damit bleibt zumindest ein Teil der 747-Flotte weiterhin im aktiven Dienst der Luftfahrtforschung.
Der Triebwerksraum einer Boeing 747 in einem Hotel.
Der Einstieg in das fliegende Labor der GE Aerospace.






