Schwere Verletzungen bei gefährlichem Experiment
Ein Abend in Rosenheim endete am Mittwoch in einer medizinischen Notlage: Drei Jugendliche wurden bei einer Verpuffung zum Teil schwer verletzt. Die Gruppe hatte laut ersten Erkenntnissen versucht, im Bereich der Aisingerstraße eigene Feuerwerkskörper herzustellen.
Nach Angaben von Einsatzkräften vor Ort mischten die jungen Männer dafür verschiedene Chemikalien zusammen. Bei diesem Prozess kam es gegen 19 Uhr zu einer heftigen, unkontrollierten Reaktion.
Rettungshubschrauber im Einsatz
Die Folgen des Unfalls sind gravierend. Einer der Beteiligten erlitt bei der Verpuffung schwere Verbrennungen. Er musste nach einer ersten notärztlichen Versorgung vor Ort mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.
Ein zweiter Jugendlicher wurde mit Verbrennungen an den Beinen in eine Spezialklinik eingeliefert. Der dritte Beteiligte kam mit leichteren Verletzungen davon.

Polizeiliche Ermittlungen eingeleitet
Die Polizei hat die Ermittlungen zum Hergang des Vorfalls aufgenommen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie die Jugendlichen in den Besitz der Chemikalien gelangen konnten und welche Substanzen exakt für die selbstgebauten Sprengsätze verwendet wurden.
Das Hantieren mit chemischen Stoffen zur Herstellung von Pyrotechnik birgt ein extrem hohes Risiko. Da die Substanzen oft unvorhersehbar reagieren, führen solche Versuche regelmäßig zu lebensgefährlichen Verletzungen.
