Vater und Sohn bauen eigenes Boot: Über 2.300 Kilometer bis ans Schwarze Meer

Ein aus Holz gefertigtes Boot auf dem Wasser während der Fahrt auf der Donau.

Von Passau bis zum Schwarzen Meer

Ein außergewöhnliches Vater-Sohn-Projekt endete im Juli nach 2.300 Kilometern auf dem Wasser. Christian Winkler (37) aus Oberösterreich und sein Sohn Raphael absolvierten die Strecke von Passau bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer in einem selbstgebauten Boot.

Die Route führte die beiden durch zehn Länder. Insgesamt mussten sie 13 Schleusen passieren, um ihr Ziel nach drei Wochen zu erreichen.

Monate der Vorbereitung

Das Projekt war eine Herausforderung, die Christian Winkler monatelang neben seinem 40-Stunden-Job plante. In der Garage seines Vaters entstand das Boot in mühsamer Kleinarbeit. Sohn Raphael unterstützte ihn aktiv beim Bau.

„Für mich war es eine Gelegenheit, meinem Kind zu zeigen, was sich mit Motivation und Durchhaltevermögen erreichen lässt“, erklärt der 37-Jährige. Als die Sommerferien begannen, war das Boot bereit für die Reise.

Zwischenfälle am Fluss

Die Fahrt verlief nicht ganz ohne Hindernisse. Zweimal lief das Boot aufgrund des niedrigen Wasserstands auf Grund. Zudem drang kurzzeitig Wasser ein, das jedoch mit einer Pumpe unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Besonders ärgerlich wurde es in Bulgarien: „Dort sind mein Handy und meine Geldtasche in der Donau untergegangen“, berichtet Winkler. Dennoch ließen sich die beiden nicht beirren: „Für alles gibt es eine Lösung.“

Vater und Sohn bauen eigenes Boot: Über 2.300 Kilometer bis ans Schwarze Meer

Wetterkapriolen und eine erfolgreiche Mission

Abgesehen von diesen Vorfällen hielt sich das Team an den Zeitplan. Die beiden übernachteten auf Donauinseln und wurden zeitweise von Freunden begleitet.

Das Wetter war weitgehend stabil, auch wenn zwei verregnete Nächte und ein schweres Unwetter die Nerven des Duos auf die Probe stellten. Nach drei Wochen erreichten sie schließlich das Schwarze Meer und traten die Heimreise an.

Tipps für den Eigenbau

Wer selbst ein Boot konstruieren möchte, sollte laut Experten auf eine sorgfältige Planung setzen. Vor dem ersten Handgriff müssen Anforderungen an Größe, Material, Design und Verwendungszweck geklärt sein.

  • Materialwahl: Haltbarkeit, Gewicht und Kosten müssen gegeneinander abgewogen werden.
  • Präzision: Fehler in der Ausführung können die Sicherheit direkt gefährden.
  • Expertise: Es ist ratsam, das fertige Boot vor der ersten Wasserung von einem Fachmann überprüfen zu lassen.

Geduld und Zeit sind laut Bootsbauer Kornelius die wichtigsten Werkzeuge bei einem solchen Unterfangen.

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