Was als Urlaubstrend in Spanien begann, findet seinen Weg in die deutschen Supermarktregale: der pinke Einkaufskorb. Doch der farbige Korb ist nicht nur ein Designelement – er ist ein gezieltes Signal für Singles auf Partnersuche.
Die Idee hinter den „Flirt-Körben“
Das Konzept ist simpel: Wer zu einem der gekennzeichneten Körbe greift, signalisiert damit offiziell Offenheit für ein Gespräch oder einen Flirt. Die Idee soll die zwischenmenschliche Begegnungskultur in Zeiten von digitalen Dating-Apps und ständiger Smartphone-Nutzung direkt vor Ort wiederbeleben.
Während in Schweden bereits seit Jahren Single-Events in Supermärkten mit speziellen Angeboten stattfinden, zieht nun auch Finnland nach. In Deutschland setzen bislang einzelne Edeka-Filialen auf das Modell, um Kunden die Möglichkeit zu geben, abseits von Dating-Portalen in Kontakt zu treten.
Wo Flirt-Körbe bereits im Einsatz sind
Die Umsetzung variiert je nach Standort, das Ziel bleibt jedoch identisch: Kunden sollen sich zwanglos beim Wocheneinkauf kennenlernen können.

- Warnow Marktcenter, Rostock: Hier gibt es neben blauen auch pinke Körbe. Das Ziel ist es, den Einkauf durch kleine Begegnungen, etwa an der Käsetheke oder der Kasse, aufzulockern.
- Edeka Harburg, Hamburg: Die Filiale wirbt damit, dass ein Korb den ersten Schritt für ein Lächeln oder ein Gespräch erleichtern kann.
- Edeka Schomacker, Hagen: Hier wird das Motto „Ansprechen und flirten erlaubt!“ aktiv gelebt. Kundin Olesya berichtet, dass sie die Körbe regelmäßig nutzt und bereits einige nette Gespräche führen konnte.
Der Ursprung der Idee
Filialleiterin Alina Völkle vom Edeka Völkle in Waldbronn brachte das Konzept aus ihrem Mallorca-Urlaub mit. Dort stieß sie auf ein „Singleshopping-Event“, bei dem Singles eine umgedrehte Ananas als Erkennungszeichen in ihren Einkaufskorb legten.
„Wir haben uns gewundert, warum dort im Supermarkt so viel los ist. Dann haben wir gehört, dass dort zu einer bestimmten Uhrzeit ein Singleshopping stattfindet. Singles hatten als Erkennungszeichen eine umgedrehte Ananas im Einkaufskorb.“
Edeka-Chef Marko Jungnickel aus einer anderen Filiale sieht in der Aktion zudem einen persönlichen Mehrwert: Er berichtet, dass sich bei ihm im Markt bereits Paare kennengelernt haben, die heute verheiratet sind. Für ihn ist das der Ansporn, das bewusste „Offline-Dating“ im Alltag weiter zu fördern.
