Eine Frau hält ein Stück Parmesanrinde in der Hand.
Der Parmesan ist aufgerieben, das Stück zu klein zum Hobeln – und die Rinde landet im Müll. Das ist eine verschwendete Gelegenheit, denn genau dort konzentriert sich der intensivste Geschmack des Käses. Wer die Rinde richtig einsetzt, holt das Maximum aus dem teuren Produkt heraus.
Essbares Gold: So bereiten Sie die Rinde vor
Die Rinde von echtem Parmesan ist vollständig essbar. Laut dem Käsehändler Gustini entsteht sie durch die natürliche Austrocknung der Oberfläche und ist frei von künstlichen Zusatzstoffen oder Konservierungsmitteln. Vor der Verwendung sollte die Rinde lediglich gründlich abgewaschen und die äußere Schicht mit einem Messer leicht abgekratzt werden.
Geschmacks-Booster für Suppen und Saucen
Die einfachste Methode ist das Mitkochen. Ähnlich wie ein Stück Speck geben Sie die Rinde als Ganzes in Suppen oder Saucen. Ob Tomatensugo oder Käsesauce: Die Rinde gibt während des Garprozesses ihr intensives Aroma ab und wird anschließend einfach wieder herausgenommen.
Auch bei einem Risotto entfaltet die Rinde ihr Potenzial. Das Koch-Magazin Foodboom empfiehlt, sie bereits zu Beginn der Zubereitung in den Topf zu geben. Während das Risotto langsam gart, verleiht die Rinde dem Gericht eine feine, tiefgründige Note.
Ein Stapel knuspriger Parmesan-Chips.
Wichtige Hinweise: Salz und Tierlab
Da die Rinde konzentriertes Salz enthält, sollten Sie bei der Verwendung vorsichtig sein. Salzen Sie das Gericht erst ganz am Ende, um eine Überwürzung zu vermeiden.
Ein weiterer Aspekt: Echter Parmesan ist aufgrund der Verwendung von tierischem Lab nicht vegetarisch. Dies sorgte zuletzt für Diskussionen bei Verbrauchern, die bei Käseprodukten bewusst auf vegetarische Alternativen achten.
Der schnelle Snack: Parmesan-Chips
Wer die Rinde nicht mitkochen, sondern als knusprigen Snack genießen möchte, kann daraus unkompliziert Chips herstellen:
- Die Rinde in dünne Scheiben schneiden.
- Die Stücke auf Backpapier auf einen Teller legen.
- Für 20 bis 90 Sekunden (je nach Mikrowellenleistung) bei mittlerer Hitze erwärmen.
- Anschließend kurz abkühlen lassen, bis sie knusprig werden.


