Ein lebensgefährliches Manöver hat am vergangenen Sonntag kurz nach Mitternacht zu einem Polizeieinsatz in Sandhausen (Rhein-Neckar-Kreis) geführt. Zeugen alarmierten die Polizei, nachdem sie einen jungen Mann beobachtet hatten, der sich bei fahrendem Auto auf dem Dach festhielt.
Ein verunfalltes Fahrzeug auf dem Dach.
“Kein Platz mehr” als Begründung
Eine Streifenbesatzung konnte das betroffene Fahrzeug kurz darauf im Bereich der Hauptstraße lokalisieren und stoppen. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass sich insgesamt sieben Personen im Alter zwischen 18 und 21 Jahren in und auf dem Wagen befanden: Sechs Personen drängten sich im Innenraum, während ein weiterer junger Mann ungesichert auf dem Autodach mitfuhr.
Auf die gefährliche Aktion angesprochen, lieferte die Gruppe eine simple Erklärung: Im Fahrzeug sei schlichtweg kein Platz mehr gewesen.

Symbolbild eines Mannes mit Messer.
Polizeiliche Konsequenzen
Die Beamten unterzogen die Gruppe einem nach Polizeiangaben “deutlich eindringlichen verkehrserzieherischen Gespräch”. Im Anschluss musste der Mann das Dach verlassen und seinen Weg gemeinsam mit zwei weiteren Begleitern zu Fuß fortsetzen.
Damit ist der Vorfall für die Beteiligten jedoch nicht abgeschlossen. Die Polizei hat die zuständige Führerscheinstelle über den Vorfall informiert, um die Eignung der betroffenen Fahrer zu prüfen.


